Zollabwicklung

Die Zollabwicklung gehört zu den Kernkompetenzen einer international agierenden Spedition. Sie umfasst die Erledigung aller Zollformalitäten, die beim Import und Export von Waren anfallen. Das breite Aufgabenspektrum der Zollabwicklung reicht von der elektronischen Anmeldung einer geplanten Ausfuhr über die unverzollte Warenhinterlegung in einem Zolllager bis hin zur Durchführung des grenzüberschreitenden Gütertransportes.

Nationale und internationale Zollbestimmungen enthalten komplizierte Vorschriften, die beachtet werden müssen, um eine reibungslose Zollabwicklung zu gewährleisten. Unvollständige oder falsch ausgefüllte Zollpapiere führen zu erheblichen Verzögerungen und können unnötige Mehrkosten verursachen, da sie den Warenfluss unterbrechen. Das Verfahren der Zollabfertigung ist äußerst kompliziert und erfordert globale Kenntnisse des rechtlichen Sachverhaltes. Hinzu kommen sprachliche Barrieren, die den grenzüberschreitenden Warenverkehr zusätzlich erschweren.

Eine erfahrene Spedition meistert die Komplexität der Zollabwicklung unter Berücksichtigung aller geltenden Vorschriften und hilft Unternehmern dabei, ihre Importe oder Exporte zeitnah zu realisieren. So kann nicht nur die Rechtskonformität der Verzollung, sondern auch eine rasche Verwirklichung der Warentransporte garantiert werden. Die Zollabwicklung wird häufig in Form einer integrierten Dienstleistung angeboten und umfasst drei relevante Geschäftsbereiche:

1. Wareneinfuhr / Import

Einfuhrzollanmeldungen sind für jene Waren vorgeschrieben, die aus einem Drittland in einen Mitgliedsstaat der EU eingeführt werden. Wurde eine Spedition mit der Zollabwicklung beauftragt, begleitet sie ihre Kunden durch den kompletten Prozess der Importverzollung. Dabei kümmert sich der Logistikdienstleister zunächst um die Erstellung aller erforderlichen Einfuhrdokumente. Anschließend erfolgt die Abfertigung der Ware zum freien Verkehr (inklusive Verzollung und Versteuerung).

2. Lagerhaltung

Importierte Waren dürfen zur unverzollten Zwischenlagerung in ein Zolllager überführt werden. Dort können sie zeitlich unbegrenzt gelagert und auf Wunsch der Kunden für den Weitertransport vorbereitet werden. Die Spedition übernimmt die dokumentarische Lagerhaltung und bietet in der Regel weitere Serviceleistungen wie das Wiegen oder das Verpacken der Güter an. Importwaren, die zum Absatz im Gemeinschaftsgebiet der EU bestimmt sind, werden erst nach ihrer Auslagerung mit Einfuhrabgaben belastet.

3. Warenausfuhr / Export

Im Zuge der Exportabfertigung erledigt die beauftragte Spedition die elektronische Ausfuhranmeldung und lässt sich das erforderliche Ausfuhrbegleitdokument (ABD) ausstellen. Darüber hinaus prüft der Spediteur die rechtlichen Rahmenbedingungen des Exportes, um unerwünschte Verzögerungen beim Grenzübertritt zu vermeiden. Hierdurch kann eine schnelle und kostensparende Zollabwicklung sichergestellt werden.

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