Schwachstellenanalyse

Im Rahmen einer Schwachstellenanalyse werden Abläufe entlang der Wertschöpfungskette (Ist-Zustand) betrachtet, analysiert und dabei mit dem gewünschten Soll-Zustand verglichen. Anders ausgedrückt: Leistungen und Anforderungen werden einander gegenübergestellt. Hierdurch können mögliche Schwachstellen erkannt sowie in weiterer Folge beseitigt werden.

Schwachstellenanalysen im logistischen Bereich, die zu den Kernkompetenzen einer Spedition zählen, verfolgen unterschiedliche Zielsetzungen:

- Verbesserung des Materialflusses

- Optimierung der Lagerorganisation

- Simplifizierung der Kommissioniertätigkeit

- Modernisierung der logistischen Systeme

- Ermittlung von Einsparpotenzialen

Unternehmen, die eine Spedition mit der Durchführung einer Schwachstellenanalyse beauftragen, suchen nach strategischen Optimierungsvorschlägen zur Lösung ihrer logistischen Probleme. Sie wünschen sich einen Informationsgewinn für zukünftige Entwicklungen und möchten ihr volles Unternehmenspotenzial ausschöpfen, um nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Die Spedition tritt im Zuge ihrer Analysetätigkeit nicht nur als Logistikexperte, sondern auch als betriebswirtschaftlicher Berater auf.

Jede Schwachstellenanalyse lässt sich in sechs Phasen unterteilen:

1. Definition der Aufgabe:

Zunächst muss klar definiert werden, in welchen Unternehmensbereichen bestehende Schwachstellen aufgedeckt werden sollen. Außerdem ist die Spedition darüber zu informieren, welche langfristigen Zielsetzungen angestrebt werden.

2. Identifikation der Schwachstellen:

Im nächsten Schritt werden alle relevanten Geschäftsprozesse umfassend analysiert. Dabei muss der Ist-Zustand mit dem Soll-Zustand verglichen werden, um Schwachstellen zu identifizieren.

3. Ursachenforschung:

Die Spedition versucht zu ermitteln, welche Einflussfaktoren maßgeblich für das Auftreten der Schwachstellen verantwortlich sind.

4. Risikobewertung:

Das Risiko der einzelnen Schwachstellen wird erforscht und bewertet. Jene Schwachstellen, die den Erfolg des Unternehmens offensichtlich bedrohen, sind zeitnah zu beseitigen.

5. Ausarbeitung von Lösungsansätzen:

Lösungsansätze werden erarbeitet und übersichtlich aufgelistet.

6. Masterplan mit Strategien zur Umsetzung:

Im letzten Schritt werden erforderliche Optimierungsmaßnahmen mit dem Auftraggeber abgestimmt.

Die Schwachstellenanalyse im Logistikbereich liefert wertvolle Daten für langfristige Optimierungsmöglichkeiten entlang der Supply Chain. Dabei ermöglicht sie nicht nur das Erkennen von Schwachstellen, sondern auch die Identifizierung von bislang unentdeckten Einsparpotenzialen. Kurz gesagt: Die Schwachstellenanalyse soll Unternehmen bei der Bewältigung ihrer zukünftigen Anforderungen unterstützen. Sie zielt darauf ab, die wirtschaftliche Erfolgsposition zu stärken und nachhaltig zu verbessern.

Tipp: Jede Durchführung einer Schwachstellenanalyse ist kein einmaliger, sondern ein fortlaufender Prozess. Die hohe Dynamik der modernen Marktwirtschaft sorgt dafür, dass jederzeit neue Schwachstellen entstehen können. Aus diesem Grund sollten die Ergebnisse der Schwachstellenanalyse regelmäßig überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

>>> zurück zur Übersicht