Nationale Zollbestimmungen

International operierende Unternehmen wissen, dass grenzüberschreitende Warentransporte eine sorgsame Planung und Koordination erfordern. Ausfuhranmeldungen, Transitdokumente sowie weitere Begleitpapiere müssen gewissenhaft ausgefüllt und ordnungsgemäß archiviert werden. Darüber hinaus sind sowohl internationale als auch nationale Zollbestimmungen zu beachten.

Anderenfalls drohen hohe Strafen sowie strenge Sanktionen, die den Weitertransport der Ware verzögern oder sogar komplett zum Stillstand bringen. Wer bei Import- und Exportgeschäften keine fehlerhaften Handlungen vornehmen möchte, beauftragt eine Spedition mit der Abwicklung aller erforderlichen Zollformalitäten.

Seit der Einführung des Binnenmarktes werden innerhalb der EU keine Zölle mehr erhoben. Die Europäische Union ist damit ein zollrechtliches Gemeinschaftsgebiet, an dessen Außengrenze Zölle entstehen. Das europäische Zollrecht wird in erster Linie durch den Zollkodex der Union (UZK) sowie durch ergänzende EU-Verordnungen normiert. In den einzelnen Mitgliedsstaaten existieren zudem nationale Zollbestimmungen, die vor allem Verwaltungs- und Verfahrensfragen regeln. Eine erfahrene Spedition kennt den genauen Inhalt der aktuell geltenden Zollvorschriften und kann dadurch als kompetenter Partner im grenzüberschreitenden Warenverkehr auftreten.

Selbstverständlich kommt auch in Deutschland der Unions-Zollkodex zur Anwendung. Darüber hinaus gibt es nationale Zollbestimmungen, die sich überwiegend mit der zollrechtlichen Finanzverwaltung befassen:

  • Abgabenordnung (AO)
  • Zollfahndungsdienstgesetz (ZFdG)
  • Zollverordnung (ZollV)
  • Zollverwaltungsgesetz (ZollVG)

Internationale oder nationale Zollbestimmungen sind häufig unübersichtlich und umfangreich aufgebaut. Zollvorschriften unterliegen zudem einem stetigen Wandel. Kontinuierliche Änderungen und Erweiterungen der geltenden Regelungen erschweren die Einhaltung der Zollbestimmungen. Wer keine Bußgelder, Strafen oder Zollsanktionen riskieren möchte, sollte eine Spedition mit der Abwicklung aller Zollformalitäten beauftragen.

Der Warenverkehr innerhalb der Europäischen Union ist grundsätzlich frei. Erfolgt jedoch eine Einfuhr aus Nicht-EU-Staaten oder eine Ausfuhr in Drittländer, werden die betreffenden Lieferungen durch den Zoll abgefertigt. Unternehmen, die ihre Waren rasch und reibungslos transportieren möchten, müssen auch nationale Zollbestimmungen ihrer Partnerländer beachten. Diese können gegebenenfalls Handelsbeschränkungen und Verbote für bestimmte Warengruppen beinhalten. Deshalb ist es ratsam, die Formalitäten der Zollabwicklung in die erfahrenen Hände einer Spedition zu legen.

>>> zurück zur Übersicht