Einfuhrabgaben

Einfuhrabgaben sind indirekte Steuern, die auf Importe (aus Drittländern) erhoben werden. Die Abgabensumme setzt sich in der Regel aus folgenden Dingen zusammen:

  • dem Einfuhrzoll
  • der Einfuhrumsatzsteuer und
  • etwaigen Verbrauchssteuern

Für bestimmte (gesetzlich genau definierte) Waren können zudem Straf- oder Antidumpingzölle anfallen. Weiterführende Fragen zur Festsetzung von Einfuhrabgaben werden Ihnen gerne von den kompetenten Logistikexperten unserer Spedition beantwortet.

1. Der Einfuhrzoll

Die Höhe des Einfuhrzolls ist von der Art der Ware abhängig. Wer die Gesamtsumme seiner Zollabgaben berechnen möchte, muss zunächst die maßgeblichen Zolltarifnummern ermitteln (Einreihung der Ware in den Zolltarif der Europäischen Union). Diese komplizierte Aufgabe, die auch als Tarifierung bekannt ist, wird häufig an eine Spedition wie unsere übertragen.

2. Die Einfuhrumsatzsteuer

Neben dem Einfuhrzoll ist auch die Einfuhrumsatzsteuer ein wesentlicher Bestandteil der Einfuhrabgaben. Die Einfuhrumsatzsteuer entspricht weitgehend der Umsatzsteuer, die beim Warenverkauf oder bei der Erbringung von Dienstleistungen im Inland (beziehungsweise im Gemeinschaftsgebiet der Europäischen Union) erhoben wird.

Mit der Durchführung einer zollrechtlichen Einfuhrbesteuerung wird verhindert, dass eingeführte Güter umsatzsteuerfrei an den Endverbraucher gelangen. Als Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Einfuhrumsatzsteuer kann der Zollwert der betreffenden Ware herangezogen werden. Weiterführende Auskünfte zum Besteuerungsverfahren bei der Wareneinfuhr erhalten Sie im Zuge eines persönlichen Beratungsgespräches mit uns als Spedition.

3. Verbrauchssteuern

Es gibt bestimmte Warengruppen (zum Beispiel Tabakwaren, alkoholische Getränke oder Mineralöl), die nicht nur der Umsatzsteuer, sondern auch einer Verbrauchssteuer unterliegen. Verbrauchssteuern, die im Zuge des Warenimportes von den zuständigen Zollbehörden erhoben werden, erhöhen somit ebenfalls den Gesamtbetrag der Einfuhrabgaben.

In seltenen Ausnahmefällen können auch Antidumpingzölle oder Strafzölle den Warenimport verteuern. Antidumpingzölle werden jedoch nur eingesetzt, wenn der Verdacht besteht, dass ausländische Anbieter ihre inländischen Konkurrenten mithilfe einer überdurchschnittlich niedrigen Preispolitik (Dumpingpreise) vom Markt drängen wollen. Wichtigste Voraussetzung für die Verhängung von Antidumpingzöllen ist der Nachweis einer erheblichen Schädigungsabsicht.

Tipp: Wer sich nicht selbst mit der komplizierten Berechnung von Einfuhrabgaben beschäftigen möchte, sollte diese Aufgabe einer erfahrenen Spedition übertragen.